Anacamptis morio (L.) R.M. Bateman, Pridgeon & M.W. Chase

Kleines, Gemeines Knabenkraut
Beschreibung:
Pflanze mit bodenständiger Rosette, aus der einige Blätter scheidigden Stengel einhüllen. Wenige Blüten, Helm aus allen Petalen und Sepalen, innen grünstreifig. Lippe schwach dreilappig, in der Mitte nach unten gefaltet, Sporn kräftig, waagerecht bis leicht aufwärts gerichtet, etwas länger als der Fruchtknoten. Blütenfarbe violett bis rosa, selten weiß, mit intensiverer Punkte-Zeichnung im Zentrum der Lippe. Wächst auf Magerrasen mit schwach saurem bis schwach basischem Untergrund.
Verbreitung:
In Süddeutschland noch erheblich häufiger als im Norden, wo sie durch Änderungen der Landwirtschaft in fast allen angestammten Fundgebieten ausgerottet wurde.
Gefährdung:
Speziell in Mittel- und Nordeutschland haben die letzten Refugien höchste Schutzpriorität. Im Süden ist ein Erhalten der noch intakten Lebensräume hinreichend.
Bemerkungen:
Früher war es das gemeine Knabenkraut, das sogar in Form der Salep-Knollen wirtschaftlich genutzt wurde; nach Ende des 2. Weltkrieges setzte die Vernichtung der Lebensräume durch Wandel von Weide- zur Stall-Viehhaltung ein.

 

Blütenähre

Ausschitt aus dem Blütenstand

Biotop auf Silikat-Magerrasen