Ophrys holoserica (Burm. F.) Greuter

Hummelragwurz

Beschreibung:
Pflanze mit bodenständiger Rosette. Die Sepala sind rosa, seltener weiß oder grün, die Petala in der Regel dunkelrot, klein. Die Lippe ist im dunkelbraun, trägt ein orangebraunes Basalfeld, eingeramt von gelben bis gelblichen Linien, die rötliche Flächen einrahmen. Sie wächst auf Halbtrockenrasen und extensiven Wiesen über basischem Grund, auch in lichten Kiefernwäldern.
Verbreitung:
Überwiegend in den wärmeren Gefilden im Südwesten Deutschlands, von hier ausstrahlend ins Donaugebiet, nach Norden etwa so weit , wie der Weinanbau möglich ist.
Gefährdung:
Art der extensiven Wiesen, auch der Kalk-Halbtrockenrasen. Solche Biotope bedürfen des besonderen Schutzes.
Bemerkungen:
Noch weiter nördlich gibt es historisch mit hoher Wahrscheinlichkeit Funde der Art, sowohl in Hessen als auch in Thüringen. An manchen Orten angesalbte Pflanzen haben die Winter ebenfalls seit vielen Jahren überstanden.

chlorotische Blütenvariante.

Gruppe bühender Pflanzen

 

 
   Blütenvarianz  

subsp. elatior Gumpr. Ex Engel, Mathé & Sevedeler

Hohe Hummelragwurz

 Am südlichen Oberrhein gibt es diese spätblühende Unterart, die erst ab Juli zu finden ist. Ihre Blüten sind etwas kleiner, die Pflanzen sind höher und mehr gestreckt als die der Stammart, der Abstand zwischen einzelnen Blüten erheblich größer. Die Blüten unterscheiden sich sonst morphologisch nicht besonders von der Ursprungsart. Sie wächst hauptsächlich in sogenannten Brennen, in extrem trockenen und sommerwarmen Regionen.

 

 

   Habitus Foto: M. Merten   Einzelblüte