Beschreibung:
Kleine (meist nur 15-20 cm hoch) Orchidee moosiger Kiefernwälder,
seltener in naturnahen Fichtenwäldern. In der Moosschicht
kriecht ein Rhizom, das Rosetten von auch im Winter dunkel grünen
Blättern ausbildet. Diese tragen eine weißliche bis
silbrige Netzzeichnung, nach der sie benahmt ist. Ende Juli öffnen
sich die winzig kleinen, schneeweißen Blüten, die
nach Maiglöckchen duften. Auf den Sepalen finden sich drüsige
Haare. |
Verbreitung:
Art mit eindeutiger Ausbreitungstendenz, da sie bei mit Kiefernanpflanzung
eingeschleppt wird. In den Kalkgebieten ist sie verbeitet, wenngleich
die meisten Vorkommen nur individuenarm sind. Sie tritt überall
da auf, wo sich Kiefern ausbreiten. |
Gefährdung:
Lokal allenfalls durch waldbauliche Maßnahmen gefährdet.
Die Pflege der Kalkhalbtrockenrasen, bei der ein ständiger
Kampf gegen die auflaufenden Kiefern geführt wird, dürfte
sich direkt gegen die Ausbreitung dieser Art richten. Insgesamt
besteht nur lokale Gefährdung. Allerdings kommt es gelegentlich
in lichten Kiefernwäldern besonders in regenreichen Jahren
zu Massenvermehrung des Krautunterwuchses, der die zierlichen
Pflanzen stark behindert. |
Bemerkungen:
Sie verblüht rasch, zeigt +/- vollständigen Fruchtansatz. |
Rechts oben Ganzpflanzen, rechts unten die
winzigen Einzelblüten. |
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